Dorfbach in Eutingen

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Dorfbach in Eutingen

CIMG0891Wie entstand unser Dorfbach in Eutingen, eine Idylle aus Wasser, Gärten, Bäumen, Klein und Kleinstlebewesen einfach ausgedrückt Flora und Fauna in direkter Umgebung der Wohnbebauung und Naherholung.Der Dorfbach früher E-Werkskanal und Mühlkanal in Stein und Betonmauern.(Weiterlesen)

 

Die Mühle (E-Werk) wurde in einer Urkunde erstmals 1277 erwähntUm das Jahr 1770 war eine Familie Zittel Pächter der Mühle.Der erste Müller Zittel war ein streitbarer Geist. Die Aal Ablieferung war auch ihm wie „Spitzgras“, und darum suchte er sie zu umgehen, so gut er konnte. Als er aber 1778/1779 keinen Aal ablieferte, weil er keinen gefangen haben wollte, wurde ihm nachgewiesen, daß er Aale verkauft hatte.

So sehr er sich wandte unddrehte- wie seine Aale- er wurde in Strafe genommen, sein Koben (Fischkiste) wurde unter Verschluss gehalten, und sein Renommier – Aal, den er drei Jahre zu zuvor gefangen und so lange gepflegt haben wollte, wandelte den Weg alles Irdischen. Besitzer war das Nonnenkloster in Pforzheim.Zu dieser Zeit hatte Eutingen 810 Einwohner mit 102 Wohnhäuser1828 wurde auch eine Sägemühle auf dem Gelände errichtet die mit Wasserkraftangetrieben wurde.1890 brannte die Mühle ab, wohl durch Blitzeinschlag.

Sie wurde wieder aufgebaut.Im Jahr 1902 kaufte der neugegründete „Licht-, Kraft- und Wasserversorgungsverband der Enzgaugemeinden Eutingen, Göbrichen, Kieselbronn und Niefern“ beide Mühlen auf und verpachtete sie getrennt. 1953 brannte die Sägemühle ab, sie wurde nicht wieder aufgebaut. Wann die Mahlmühle aufgegeben wurde ist nicht überliefert Von diesem Verband wurden 1905 im Eutinger  Tal Tiefbrunnen gebohrt mit einer Leistung von 15 Sekundenlitern. Von ihnen führten 2 Saugleitungen zum Pumpwerk in der Mühle das mit drei Pumpen ausgestattet wurde.

Der Werkkanal wurde für die doppelte Wassermenge ausgebaut. Die dadurch gewonnene Wasserkraft hatte eine Leistung von 250 PS und wurde zur Erzeugung von Elektrizität verwendet.Drei Drehstromgeneratoren erzeugten mit einer Spannung von 3000 Volt den notwendigen Strom für die beteiligten Gemeinden. Transformatoren reduzierten den Strom auf Gebrauchsspannung (damals noch 110 V).Die Wasserkraft genügte für die Anlage. Das normale  Flussbett der Enz lag recht oft trocken und wo noch vor Jahren Flöße die den Fluss befuhren, tummelten sich Kinder Gänze und Enten.

Im seichten Wasser des Aufstaus erlernten ganze Generationen von Eutingern das Schwimmen. Die Enz war ihr Schwimmbad.Das Stromnetz von damals wurde als Lichtnetz bezeichnet da es Ausschließlich zur Lichterzeugung genutzt wurde.Nachdem die Anlage einige Jahre im Betrieb war, führte man verschiedene Verbesserungen durch, die den zunehmenden Verbrauch und infolge der Umstellung von Kohlenfaden- Birnen auf Metallfaden notwendig erschien. Zuerst versuchte man es mit einem Spiritusmotor, der von einem Sauggasmotor abgelöst wurde (1908).


1911 behalf man sich mit einem Lokomobil mit 300 PSDer Werkkanal wurde nochmals ausgebaggert 1920, und das Lokomobil gegen einen U-Boot-Dieselmotor ausgetauscht.Dieser stand bis zur Stilllegung im Jahr 1988 als Notversorgung Im E-Werk.1934 wurde der Kanal nochmals um einen Meter vertieft und mit Betonwänden versehen und auch die noch heute zu sehenden Generatoren und die dazu gehöhrenden Turbinen eingebaut.Die Eigenerzeugung des Eutinger E-Werks deckte infolge des vielfachen Bedarfs an elektrischer Energie gegenüber früherer Jahrzehnte heute nur noch einen Teil des Bedarfs der fünf zu versorgenden Gemeinden.

1975 ging der Verband der Enzgaugemeinden  durch die Eingemeindung von Eutingen in die Stadt Pforzheim an die Stadtwerke Pforzheim über.Im Rahmen der Landesgartenschau wurde oberhalb der Wilhelm Zorn Brücke ein neues Flusskraftwerk erbaut und in diesem Zusammenhang ein Kanal von der Kläranlage Pforzheim bis zum Kraftwerk eingebaut und damit die Eutinger Rivera erschaffen.1989-1991  Kanalbau, Landesgartenschau 1992Dann kam das verheerende Hochwasser am 20/21 Dez.1993Enzstr. Insel, Schule, Rattach Kleintierzüchterhalle, Turnhalle alles Überschwemmt. In dieser Folge kam es zu einer Erhöhung der Hochwasserdämme und zur Umgestaltung des Kanals als Dorfbach mit Quelltopf. 1997 – 1998 und auch die Erntebücke (Kanalübergang beim Alten E-Werk) wurde durch einen Neubau ersetzt.

Mit einem neuen Steg über den Dorfbach 1999 wurde der direkte Zugang von der Enzstr zur Insel, Schule und Mehrzweckgebäude zugänglich gemacht. Ab Ende 1998 erfolgte der Umbau der Mühle und altes E-Werk welches 1988 stillgelegt wurde.Aus der Mühle wurde eine Klinik und aus dem Alten E-Werk wurden Veranstaltungsräume der Ortsverwaltung und aus dem Verwaltungsgebäude (Das gelbe Haus) Räumlichkeiten für Vereine.1999/2000Und aus dem eher hässlichen E-Werkskanal wurde der Dorfbach und ein kleinesNaherholungsgebiet.Im Dorfbach tummeln sich wieder Fische von der Bachforelle über Rotaugen und Döbel, Mühlkoppen und Elritzen sowie Klein und Kleinstlebewesen wenn er nicht gerade wie schon mehrmals geschehen ihm das Wasser abgedreht wird.

Quellen: Geschichte der Gemeinde Eutingen an der Enz Von Georg Reble , Eutingen an der Enz in Bildern und 25 Jahre Pforzheim- Eutingen von der Zwangsheirat zur  Silberhochzeit von Karl Heimerle 

Angelsportverein EutingenRolf Kümmel

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